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24.02.2014
- → Politisches Buch
Neu erschienen
analyse & kritik
Die Monatszeitung macht auf mit dem Thema feministische Kämpfe um die Anerkennung von Reproduktionsarbeit. In Debatten um Carearbeit (care: englisch Betreuung/Pflege) beschäftigen sich insbesondere Feministinnen seit einigen Jahren mit der Bedeutung der oft unvergüteten Haus-, Pflege- und Sorgearbeit. Im März findet zu diesem Thema eine »Care-Revolution-Konferenz« statt. Weitere Artikel befassen sich mit der Rechtsformation AfD, dem schweizerischen Votum zur Begrenzung der Migration, den bevorstehenden Blockupy-Aktionstagen im Mai und den Protesten gegen den Akademikerball im Januar in Wien. Es gibt eine Analyse, was nach drei Jahren aus den Aufständen in Tunesien, Ägypten und Libyen geblieben ist. Gregor Zattler geht der Frage nach, was Onlinepetitionen bewirken können, und Mag Wompel vom Netzwerk Labournet befaßt sich mit der Linken (»einzig wählbare« Partei). Ein Aktivist der »Autonomen Arbeiterunion« äußert sich zur Situation in der Ukraine und kommt zu dem Fazit, daß langfristig die extreme Rechte von den Protesten profitiert, »egal wer zuletzt gewinnt«. (fo)analyse & kritik, #591, Februar 2014, 4,80 Euro, 36 Seiten. Bezug: analyse & kritik, Rombergstr. 10, 20255 Hamburg, Internet: www.akweb.de
iz3w
Das neue Heft des Informationszentrums dritte Welt hat »Asyl & Politik« als Schwerpunkt. Micha Brumlik erklärt, warum das Recht auf Asyl »der Kern von Recht und Rechtssicherheit« ist, Bernd Kasparek beschreibt, wie das europäische Grenzregime der Abwehr von Flüchtlingen dient. Im Editorial (»Neues aus dem Ministerium«) schreibt die Redaktion: »Der neue deutsche Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) hat, ähnlich wie seinerzeit sein Amtsvorgänger Dirk Niebel (FDP), keinen fachlichen Ruf, der ihm schon weit vorausgeeilt wäre«. Die erste Amtshandlung des neuen »war vielmehr, die Verwandtschaft zu einem bekannten Namensvetter zu dementieren: Nein, nein, mit dem legendären Mittelstürmer des FC Bayern München habe er nichts zu tun. Aber mit Entwicklungspolitik, doch, ja …« Mit ihm bleibe die deutsche Entwicklungspolitik in ihrer vertrauten Position als »Erfüllungsgehilfe deutscher Interessen«. Derzeit vielleicht etwas weniger wirtschaftsliberal, dafür wieder »mehr deutschnational«. (jW)Anzeige
iz3w: Road to Nowhere – Asyl & Politik, Heft Nr. 341, März/April 2014, 52 Seiten, 5,30 Euro. Bezug: Aktion Dritte Welt e.V., iz3w, Kronenstraße 16a (Hinterhaus), 79020 Freiburg im Breisgau. E-Mail: info@iz3w.org. Internet: www.iz3w.org
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Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
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