Zum Inhalt der Seite

Anno … 51. Woche

1773, 16. Dezember: Beginn der »Boston Tea Party«. Im Verlauf des Aufruhrs im Hafen von Boston werfen aufgebrachte Bürger die Teeladung von drei Schiffen der britischen Ostindien-Kompanie ins Meer. Es ist ein Zeichen des Protests gegen die vom britischen Gouverneur geforderten Zölle. Die Ereignisse führen zur Verstärkung der Unabhängigkeitsbewegung in den amerikanischen Kolonien. Ab April 1775 eskalieren die immer zahlreicher auftretenden Auseinandersetzungen zum Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg.

1893, 22. Dezember: Beginn des Internationalen Kongresses sozialistischer Studenten in Genf. 26 Delegierte diskutieren auf dem dreitägigen Treffen über die Teilnahme der akademischen Jugend an der sozialistische Bewegung sowie Fragen des Anti­semitismus, des Anarchismus und des »Staatssozialismus«. Die Beschlüsse entsprechen den Resolutionen der Zweiten Internationalen und fordern eine aktive sozialistische Propaganda unter den Studierenden. Sie führen zur Gründung eines Internationalen Sekretariats in Genf, als dessen Organ erscheint ab Ende des Jahres L’Étudiant socialiste.

1918, 16. Dezember: Sieg der sozialistischen Revolution in Litauen. Proklamierung der Litauischen Sozialistischen Sowjetrepublik durch die Provisorische Revolutionäre Arbeiter- und Bauern-Regierung unter Leitung von Vincas Mackevicius-Kapsukas. Der politische Generalstreik und Massendemonstrationen vom 16. bis 19. Dezember sichern die im revolutionären Kampf der Arbeiter und Bauern errungene Macht. Angesichts der militärischen Bedrohung durch die deutschen und polnischen Interventen findet die Vereinigung zur Litauisch-Belorussischen Sowjetrepublik statt. Im August 1919 stürzt die Bourgeoisie im Bunde mit den Eindringlingen die Sowjetmacht in Litauen und errichtet die bürgerliche Republik.

1943, 20. Dezember: Massenaufstand in Bolivien. Die von patriotischen Offizieren und der 1940 gegründeten Nationalen Revolutionären Bewegung geführte Erhebung wird durch weite Teile des Volkes unterstützt. Er führt zum Sturz der proamerikanischen Peñaranda-Diktatur. Die neue Regierung verkündet eine Reihe von Reformen, weicht dann aber aufgrund des Druckes der USA und reaktionären einheimischen Kräfte zurück und verliert die Unterstützung der Werktätigen.
Themen:
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 14.12.2013, Seite 15, Geschichte

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!