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Zweckoptimismus im Einheits-Bericht

Berlin. Dem Osten geht es blendend. Zu diesem Ergebnis kommt der diesjährige »Bericht zur Deutschen Einheit«, über den das Bundeskabinett am Mittwoch beriet. Als Indiz für diese Feststellung muß die Tatsache herhalten, daß erstmals seit der Wiedervereinigung 2012 ungefähr so viele Menschen von West- nach Ostdeutschland zogen wie umgekehrt. »Diese Einschätzung liegt am rein westlichen Blickwinkel«, kritisierte Linke-Geschäftsführer Matthias Höhn. Der Rückgang der Abwanderung sei mathematisch nicht verwunderlich und ändere rein gar nichts daran, daß vorwiegend junge Menschen im Osten keine Perspektive haben. »Schöne Autobahnen und Bahntrassen sind wichtig – aber bei weitem nicht alles, wenn es um die Schaffung gleichwertiger Lebensverhältnisse geht«, heißt es in seiner Mitteilung. Wirtschaftlich sind die neuen Länder nach wie vor im Rückstand. Auch die Arbeitslosenquote war 2012 noch fast doppelt so hoch wie im Westen. (jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 21.11.2013, Seite 4, Inland

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