-
02.11.2013
- → Ausland
Athen: Gesetz gegen Neonazis vorgelegt
Athen. Die griechische Regierung hat dem Parlament in Athen am Freitag den Entwurf eines Gesetzes vorgelegt, das ein stärkeres Vorgehen gegen Neonazis ermöglichen soll. Wer rassistisches Gedankengut verbreitet, zu Gewalt aufruft oder den Holocaust leugnet, muß demnach künftig mit bis zu drei Jahren Haft und Geldstrafen bis 30000 Euro rechnen. Die Abstimmung über des neue Gesetz solle in den kommenden Wochen stattfinden, sagte ein Parlamentssprecher der Nachrichtenagentur dpa. Bislang fehlt in Griechenland eine entsprechende Gesetzgebung. Wer den Hitlergruß zeigt, wird nicht strafrechtlich verfolgt. Mit dem neuen Gesetz versucht Athen vor allem, der neonazistischen Partei »Goldene Morgendämmerung« das Handwerk zu legen. Deren Parteichef sowie zwei weitere Abgeordnete sitzen wegen des Vorwurfs der Bildung einer kriminellen Vereinigung bereits in Untersuchungshaft. (dpa/jW)
→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Solidarität jetzt!
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
→ mehr aus dem Ressort Ausland
