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Matrosen wegen Meuterei vor Gericht

Rostock. Sechs Soldaten der deutschen Marine müssen sich seit Dienstag wegen Meuterei vor dem Landgericht Rostock verantworten. Die Soldaten im Alter von 22 bis 27 Jahren sollen auf dem Schnellboot »Hermelin« einen Bootsmann an einen Tisch gefesselt haben. Anschließend hätten sie ihm mit einem Stift unter anderem »Hier wohnen die Mongos« auf den Unterschenkel geschrieben. Die Aktion sollte laut Anklage ein Denkzettel für eine Äußerung des Bootsmanns thailändischer Abstammung sein, die die Untergebenen als beleidigend empfanden. Ein 27 Jahre alter Soldat sagte im Prozeß, daß die Aktion eher als Spaß gedacht gewesen und spontan entstanden sei. Der Vorfall ereignete sich im Februar während eines Auslandseinsatzes im Hafen von Beirut. (dpa/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 25.09.2013, Seite 5, Inland

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