Zum Inhalt der Seite

Brasilien: Minister leistet Fluchthilfe

Brasília. Die Fluchthilfe eines brasilianischen Diplomaten für einen bolivianischen Oppositionspolitiker hat Brasiliens Außenminister Antonio Patriota das Amt gekostet. Präsidentin Dilma Rousseff habe das Rücktrittsgesuch Patriotas angenommen, teilte die Regierung in Brasília am Montag mit. Neuer Außenminister werde der bisherige UN-Botschafter Luis Alberto Figueiredo, Patriota übernehme dessen Posten in New York. Zuvor hatte der brasilianische Diplomat Eduardo Saboia dem brasilianischen Fernsehsender Globo gesagt, er habe sich auf eigene Faust entschlossen, »einen politisch Verfolgten zu schützen«. So habe er dem wegen Korruption angeklagten bolivianischen Senator Roger Pinto, der sich 15 Monate in dem Botschaftsgebäude aufgehalten habe, zur Flucht verholfen. Bolivien warf Brasilien vor, internationale diplomatische Normen gebrochen zu haben.

(AFP/jW)
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 28.08.2013, Seite 6, Ausland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!