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Taxifahrer gegen Niedriglöhne

Berlin. Am heutigen Dienstag führt die »AG Taxi« bei ver.di eine Kundgebung vor der Bundesagentur für Arbeit in Berlin Mitte durch. Sie fordert u.a. die Einführung eines gesetzlichen Mindestlohnes nicht unter 8,50 Euro. Die Bundesagentur für Arbeit ist deshalb Ort des Protests, weil ver.di neben dem geringen Lohn auf weitere Mißstände im Taxigewerbe aufmerksam machen möchte: Laut Recherchen der Gewerkschaft vergibt die Arbeitsagentur Gutscheine an Erwerbslose, mit denen sie an Taxischulen vermittelt werden, um dort acht Monate Ortskunde zu erwerben. Für den Fall, daß ein Beschäftigungsverhältnis zustande kommt, das mindestens sechs Monate währt, erhalten die Schulen jeweils 1000 Euro an öffentlichem Geld. Die neuen Taxifahrer müssen oft mit ALG-II-Leistungen aufstocken, aber sie fallen aus der Arbeitslosenstatistik.

(jW)
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Kundgebung der »AG Taxi« bei ver.di, heute, 27.August, 10 bis 13 Uhr, Bundesagentur für Arbeit, Berlin Mitte, Charlottenstr. 87–90

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Erschienen in der Ausgabe vom 27.08.2013, Seite 15, Betrieb & Gewerkschaft

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