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China: Bos Ehefrau sagt gegen ihn aus

Jinan. Am zweiten Prozeßtag hat der angeklagte einstige chinesische Politiker Bo Xilai seine gegen ihn aussagende Frau als geisteskrank bezeichnet. Bo wird unter anderem Korruption zur Last gelegt. In der Zeugenaussage widerspreche die Ehefrau Gu Kailai der Darstellung ihres Mannes, er habe von den Zuwendungen des Unternehmers Xu Ming nichts gewußt, teilte das Gericht am Freitag in einem Internetblog mit. Ausländische Journalisten waren zu dem Verfahren nicht zugelassen. Bo bezeichnete Gus Aussagen als Tobsuchtsanfall einer kranken Frau. »Vor dem Hintergrund ihrer Geisteskrankheit haben die Ermittler sie unter immensen Druck gesetzt, mich bloßzustellen.« Gu wurde wegen Mordes an einem britischen Geschäftsmann und früheren Freund der Familie zum Tode verurteilt. Die Vollstreckung ist aber ausgesetzt. Der Unternehmer Xu, der ebenfalls in Haft ist, war einst ein enger Freud der Familie, sagte am Donnerstag aber auch gegen Bo aus. Bo war früher Chef der Kommunistischen Partei in der Millionenmetropole Chongqing und galt als aussichtsreicher Kandidat für höchste Funktionen in Staat und Partei. Ein Urteil wird im September erwartet, wie der staatliche Rundfunksender CCTV meldete. Bei einer Verurteilung droht Bo die Todesstrafe. Ein Todesurteil würde wahrscheinlich zu einer lebenslangen Haftstrafe ausgesetzt. (Reuters/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 24.08.2013, Seite 7, Ausland

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