Zum Inhalt der Seite

Erneut Krawalle in Nordirland

Belfast. In Nordirland ist es in der vierten Nacht in Folge zu schweren Ausschreitungen zwischen probritische Loyalisten und der Polizei gekommen. Zentrum der Krawalle war Belfast, wo am Freitag ein Marsch radikaler Unionisten durch ein irisches Viertel teilweise verboten worden war. Im Norden der Stadt bewarfen zumeist jugendliche Randalierer die Polizei mit Steinen und Brandsätzen, Autos wurden in Brand gesetzt und Straßen blockiert. Die Polizei setzte Wasserwerfer und Plastikgeschosse ein. Auch im Süden und Osten von Belfast flogen Farbflaschen, Molotowcocktails und sogar vier Sprengsätze auf die Sicherheitskräfte. Seit Freitag wurden 71 Beamte verletzt und 60 Personen festgenommen, meldete die BBC. Nach Angaben von Niall O’Donnghaile, Abgeordneter der irischen Linkspartei Sinn Féin, attackierte ein »unionistischer Mob« in der Nacht zu Dienstag von Iren bewohnte Gebäude im Viertel Short Strand.
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 17.07.2013, Seite 2, Ausland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!