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17.07.2013
- → Ausland
London liefert Schutzausrüstung
London. Großbritannien will die syrische Opposition mit Schutzausrüstung gegen chemische und biologische Waffen ausstatten. Darunter seien 5000 spezielle Gasmasken, mit denen Menschen im Falle eines Angriffes mit Giftgas für bis zu 20 Minuten unversehrt bleiben können, teilte Außenminister William Hague am Dienstag in einem Schreiben ans Parlament mit. Auch Medikamente und Ausrüstung zum Aufspüren chemischer Waffen sollen geliefert werden. Die Ausrüstung habe einen Gesamtwert von 656800 Pfund (755000 Euro). Das Material werde der Nationalen Koalition übergeben, die Großbritannien als legitime Vertretung des syrischen Volkes ansieht.
Waffen will Großbritannien jedoch offenbar nicht mehr an die syrischen Aufständischen liefern. Das berichtete die Frankfurter Allgemeine am Dienstag unter Berufung auf britische Presseveröffentlichungen. Premierminister David Cameron habe sich von entsprechenden Plänen verabschiedet, nachdem ihm maßgebliche Generäle davon abgeraten hätten, schreibt das Blatt. Problematisch sei außerdem gewesen, daß eine Mehrheit für die Waffenlieferungen nicht nur im Unterhaus, sondern sogar in der eigenen Fraktion fraglich gewesen wäre. Nach Angaben der britischen Daily Mail soll ein namentlich nicht genannter Minister geäußert haben, es habe »wenig Zweck«, weitere Waffen in das Kriegsgebiet zu liefern, weil dies schon Staaten wie Saudi-Arabien und Katar täten. (dpa/jW)
Waffen will Großbritannien jedoch offenbar nicht mehr an die syrischen Aufständischen liefern. Das berichtete die Frankfurter Allgemeine am Dienstag unter Berufung auf britische Presseveröffentlichungen. Premierminister David Cameron habe sich von entsprechenden Plänen verabschiedet, nachdem ihm maßgebliche Generäle davon abgeraten hätten, schreibt das Blatt. Problematisch sei außerdem gewesen, daß eine Mehrheit für die Waffenlieferungen nicht nur im Unterhaus, sondern sogar in der eigenen Fraktion fraglich gewesen wäre. Nach Angaben der britischen Daily Mail soll ein namentlich nicht genannter Minister geäußert haben, es habe »wenig Zweck«, weitere Waffen in das Kriegsgebiet zu liefern, weil dies schon Staaten wie Saudi-Arabien und Katar täten. (dpa/jW)
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