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Aus: Ausgabe vom 06.07.2013, Seite 15 / Geschichte

Anno ... 28. Woche

1793, 13. Juli: Der französische Revolutionär und Herausgeber der radikaldemokratischen Zeitschrift Ami du peuple Jean Paul Marat (geb. 24.5.1744) wird von Charlotte Corday, einer Anhängerin der Girondisten, in der Badewanne erstochen.

1853, 8. Juli: Ein amerikanisches Geschwader unter Kommando des Admirals Matthew Perry erzwang eine Unterhandlung mit dem sogenannten Shogunat und dem Kaiser Komei. Das ist der Anfang des Endes des japanischen »Isolationismus«. Die Expansionsbestrebungen des US-Kapitals konzentrieren sich schon länger auf den Inselstaat. Man sucht im Pazifik eine Basis für Walfang- und Dampfschiffe allgemein. 1854 kommt es zu einem Vertrag, der den USA erlaubt, in Seenot geratene Schiffe in den Häfen von Shimoda und Hakodate vor Anker zu gehen zu lassen. Erst 1858 unterzeichneten beide Nationen ein Handelsabkommen. Das Kalkül der kapitalistischen Macht ist es, so größten Einfluß auf das feudale Land zu erhalten.

1943, 9./10. Juli: Truppen der Alliierten landen auf Sizilien (Operation Husky), das bis zum 18. August von englischen und US-amerikanischen Einheiten besetzt wird. Am 10.7. fordert der Gran Consiglio del Fascismo Benito Mussolini auf, König Viktor Emanuel III. den militärischen Oberbefehl zu übergeben. Dieser läßt den Diktator noch am selben Tag verhaften.


1943, 12./13. Juli: Das »Nationalkomitee Freies Deutschland« wird auf einer Konferenz in Krasnogorsk bei Moskau von kriegsgefangenen deutschen Soldaten und Offizieren und kommunistischen deutschen Emigranten gegründet. Proklamiertes Ziel ist die Schaffung eines »freien Deutschland« durch Beendigung des Krieges und Sturz des Hitlerregimes. Zum Präsidenten wird der Schriftsteller Erich Weinert gewählt.

1958, 14. Juli: Die probritische Monarchie König Feisal II. in Irak bricht zusammen. Eine antifeudale Revolution wird von den »Freien Offizieren« geführt, deren Kopf der General Abdel Karim Qasim ist. Die politische Hauptkraft ist die »Front der nationalen Einheit«, bestehend aus der Istiklal-, der Nationaldemokratischen, der Baath-Partei und der KP. In der am 26.7. verkündeten provisorischen Verfassung werden den Kurden im Irak erstmals gleiche Rechte wie den Arabern zugestanden. Am 27.7. folgt die Verkündung der Abschaffung der Herrschaft der Stammesscheichs, am 30.9. ein Gesetz über eine Agrarreform. Die USA und Großbritannien konzentrieren Truppen in Jordanien für eine Intervention im Irak, die im November 1958 jedoch wieder abgezogen werden.

1998, 7.–30. Juli: Der US-»Vermittler« Richard Holbrooke fordert nach einem Treffen mit Präsident Slobodan Milosevic in Belgrad ultimativ eine Änderung des Status der Provinz Kosovo. Die Balkan-Kontaktgruppe auf dem Petersberg bei Bonn macht in einer Erklärung Belgrad zum Hauptschuldigen für den entstandenen Konflikt.

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