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Aus: Ausgabe vom 21.06.2013, Seite 16 / Sport

Fußball-Randspalte

Regierung in Verpflichtung

Fortaleza. Auch Brasiliens Stürmerstar Neymar hat sich vor dem Confed-Cup-Spiel gegen Mexiko am Mittwoch abend mit den landesweiten Sozialprotesten solidarisiert: »Ich habe immer geglaubt, daß es nicht nötig sein werde, auf die Straßen zu gehen, um Verbesserungen in Bildung, Transport- und Gesundheitswesen zu fordern. Das ist eine VERPFLICHTUNG der Regierung«, teilte er beim Fotodienst Instagram mit. »Ich will ein Brasilien, das gerechter, sicherer, gesünder und EHRLICHER ist!!!!« Vom Spiel gegen Mexiko an werde er auch für die Protestbewegung auflaufen. Neymar entschied dieses Spiel dann mit einem Traumtor und einer Vorlage fast im Alleingang. Brasilien ist nach dem 2:0 wie Italien (nach einem glücklichen 4:3 gegen Japan) für die K.o.-Phase qualifiziert. In der Bild vom Donnerstag äußerte sich erstmals auch Franz Beckenbauer über die Massenkundgebungen in Brasilien: »Die Protest-Bilder kommen für mich überraschend.«

(dpa/sid/jW)

»Pele« in Köln

Köln. Trainerurgestein Claus-Dieter Wollitz hat beim Regionalligisten Viktoria Köln einen Zweijahresvertrag unterschrieben. Zuletzt hatte »Pele« den Drittligisten Osnabrück trainiert.

(sid/jW)

Beckham in China

Shanghai. Als Botschafter der chinesischen Fußball-Liga wollte David Beckham am Donnerstag an der Tongji-Universität in Shanghai mit einer Jugendmannschaft trainieren. Hunderte Studenten stürmten auf den Sportplatz und lösten eine Massenpanik aus. Drei Polizisten, zwei Ordner und drei Studenten erlitten Schnittwunden und Prellungen. Beckham schrieb beim chinesischen Twitter-Äquivalent Sina Weibo: »Entschuldigung, daß ich nicht auf den Platz kommen konnte, aber es war unmöglich, durch die Menschenmenge zu gelangen.«

(sid/jW)

Rassismus im Amt

Zagreb. Der Präsident des kroatischen Meisters Dinamo Zagreb, Zdravko Mamic, ist wegen rassistischer Beleidigungen angeklagt worden, wie ein Gericht in der Hauptstadt am Donnerstag bestätigte. Mamic hatte den serbischstämmigen Sportminister Zeljko Jovanovic in einem Radiointerview als »kroatienfeindlich« und »eine Beleidigung des kroatischen Geistes« verunglimpft. Jovanovic habe das »Lächeln eines Schlächters«. Direkt im Anschluß war er vorübergehend festgenommen worden. Ihm droht eine Haftstrafe von bis zu drei Jahren. (sid/jW)

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