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Lidl setzt ­Rattengift ein

Berlin/Neckarsulm. Der Lebensmittel-Discounter Lidl läßt nach Recherchen des ARD-Magazins »Kontraste« Rattengift in den Verkaufsräumen einiger Filialen auslegen, ohne Kunden über Gesundheitsrisiken zu informieren. Konzernbeschäftigte hätten solche Fälle aus Niedersachsen, Bayern und Berlin gemeldet, teilte die Redaktion am Mittwoch mit. Das Magazin beruft sich auf Mitarbeiter der Lebensmittelkette, die nach eigenen Angaben angewiesen wurden, nur mit Handschuhen zu arbeiten und das Pulver keinesfalls einzuatmen.In einem Berliner Lidl-Supermarkt genommene Proben seien von einem akkreditierten Prüflabor positiv auf »signifikant toxische Wirkung« getestet worden. Obwohl Lidl einen Rattenbefall beim örtlichen Gesundheitsamt hätte anzeigen müssen, habe dieses nach eigenen Angaben keine Meldung erhalten, heißt es in dem Bericht weiter. Lidl spielte den Fall hingegen herunter. »Ein Einkauf bei Lidl ist sicher und gefahrlos möglich«, sagte ein Sprecher am Donnerstag in Neckarsulm. (AFP/dpa/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 14.06.2013, Seite 5, Inland

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