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28.05.2013
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Suche nach Frieden
Die kolumbianische Regierung prangerte die Existenz dieser Selbstverteidigungsgruppen als »unabhängige Republiken« an. 1964 schickte das Regime mehrere tausend Soldaten in die Region, um die Gemeinden zu zerschlagen. Marulanda konnte mit einer Gruppe von Mitstreitern der Umzingelung durch die Regierungstruppen entkommen und in tagelangen Fußmärschen sicheres Gebiet erreichen. Dort formierten sich die ersten Einheiten der Guerilla, die sich später als Revolutionäre Streitkräfte Kolumbiens (FARC) konstituierten. Ab 1966 bis in die 90er Jahre hinein galten diese als bewaffneter Arm der legalen Kommunistischen Partei.
1985 gründeten die FARC, die seit 1982 den Zusatz »Armee des Volkes« (FARC-EP) tragen, und die Kolumbianische KP nach Verhandlungen mit der Regierung die »Patriotische Union« (UP) als legale Wahlpartei. Die offen auftretenden Mitglieder dieser Partei gerieten jedoch ins Visier paramilitärischer Banden, Tausende wurden ermordet. Als die Regierungstruppen dann im Dezember 1990 auch noch das Hauptquartier der FARC angriffen, nahmen diese den bewaffneten Kampf wieder auf.
1998 kam es unter dem damaligen Präsidenten Andrés Pastrana zu einem weiteren Versuch einer friedlichen Lösung. Ein 40000 Quadratkilometer großes Gebiet wurde vom Militär geräumt, um dort die Gespräche führen zu können. 2002 erklärte die Regierung die Verhandlungen jedoch für gescheitert.
Ende August vergangenen Jahres überraschte Kolumbiens Staatschef Juan Manuel Santos die Weltöffentlichkeit schließlich mit der Ankündigung der neuen Friedensverhandlungen, die im Oktober in Oslo offiziell eröffnet wurden und seither in Havanna durchgeführt werden.
(scha)
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