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Konservative wollen Wahl anfechten

Sofia. Trotz ihres Erfolgs bei der vorgezogenen Parlamentswahl in Bulgarien will die konservative Gerb-Partei das Ergebnis vor dem Verfassungsgericht anfechten. Wegen »Unregelmäßigkeiten« am Vortag der Abstimmung strebe er die Neuwahl der Volksvertretung an, sagte Gerb-Chef Boiko Borissow am Donnerstag in Sofia. Sollte das Gericht nicht vor der konstituierenden Sitzung des Parlaments entscheiden, wolle er sich um die Bildung einer Minderheitsregierung bemühen.

Borissow war im Winter nach zum Teil gewaltsamen Protesten gegen den drastischen Anstieg der Energiekosten als Regierungschef zurückgetreten. Am Samstag war der Fund falscher Wahlzettel in einer Druckerei gemeldet worden, die einem Gerb-Politiker gehört. Die Partei ist der Ansicht, dadurch seien ihre Wahlchancen beeinträchtigt worden. Borissows Partei war als stärkste Kraft aus der Wahl hervorgegangen, gefolgt von den Sozialisten.

(Reuters/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 17.05.2013, Seite 6, Ausland

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