-
08.05.2013
- → Inland
Protest gegen Geschäft mit Hunger
München. Die Hilfsorganisation Oxfam hat den Allianz-Konzern bei der Hauptversammlung am Dienstag in München zum Ausstieg aus Nahrungsmittelspekulationen aufgefordert. Die Allianz erziele Millioneneinnahmen aus dem Geschäft mit dem Hunger und trage zu gefährlichen Preisschwankungen für Agrarrohstoffe wie Mais oder Weizen bei, kritisierten Aktivisten. Am Tagungsort stellten sie ein überdimensionales Roulette auf und prangerten ein »Hungerroulette im Kasino Allianz« an. Nach Angaben von Oxfam haben deutsche Finanzinstitute allein durch die Verwaltung von Nahrungsmittelspekulationsfonds 2012 mindestens 116 Millionen Euro eingenommen. Spitzenreiter ist demnach die Allianz mit mehr als 62 Millionen. Konzernchef Michael Diekmann wies die Kritik zurück. Am Terminmarkt würden von der Allianz keine Rohstoffe, sondern ausschließlich Risiken künftiger Preisänderungen gehandelt, sagte er vor den Aktionären.
(dpa/Reuters/jW)
(dpa/Reuters/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Solidarität jetzt!
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
→ mehr aus dem Ressort Inland