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23.03.2013
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WAZ-Mediengruppe: Weiterer Kahlschlag
Dortmund/Düsseldorf. »Eine fatale Fehlentscheidung« – mit diesen Worten kommentiert der NRW-Landesvorstand der Deutsche Journalistenunion in ver.di (dju) die angekündigte Streichung von 200 weiteren Stellen bei der Funke-Mediengruppe (bis vor kurzem: WAZ-Gruppe). Möglicherweise gehe es nur darum, die 500 Millionen Euro aufzubringen, die der Ankauf der Brost-Anteile durch Petra Grotkamp gekostet habe, erklärte Corina Lass, Mitglied des geschäftsführenden NRW-Vorstands. Erst kürzlich hatte die WAZ-Mediengruppe die gesamte Redaktion der in Dortmund erscheinenden Westfälischen Rundschau (WR) auf die Straße gesetzt – insgesamt 130 Beschäftigte.
»Es ist unfaßbar, was in diesem Medienhaus geschieht«, sagte der Landesvorsitzende des Deutschen Journalistenverbandes, Helmut Dahlmann. Während bei Mitarbeitern »mit der Axt gekappt« werde, scheine es auf Führungsebene keine Grenzen zu geben. Schon lange werde kolportiert, der Abschied eines Geschäftsführers habe 20 Millionen Euro gekostet – gerade die Hälfte stehe für den Sozialplan aller entlassenen WR-Redakteure zur Verfügung. (jW)
»Es ist unfaßbar, was in diesem Medienhaus geschieht«, sagte der Landesvorsitzende des Deutschen Journalistenverbandes, Helmut Dahlmann. Während bei Mitarbeitern »mit der Axt gekappt« werde, scheine es auf Führungsebene keine Grenzen zu geben. Schon lange werde kolportiert, der Abschied eines Geschäftsführers habe 20 Millionen Euro gekostet – gerade die Hälfte stehe für den Sozialplan aller entlassenen WR-Redakteure zur Verfügung. (jW)
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