-
12.02.2013
- → Ausland
Kabul gesteht Folter von Gefangenen ein
Kabul. Die afghanische Regierung hat eingestanden, daß in den Gefängnissen des Landes Folter und Mißhandlungen weitverbreitet sind. Zu diesem Ergebnis sei eine von Präsident Hamid Karsai eingesetzte Untersuchungskommission gekommen, erklärte die Präsidentschaft am Sonntag. Zudem sei der Zugang von Gefangenen zu ihren Anwälten »problematisch«. Mögliche Schlußfolgerungen aus dem Bericht wurden in der Erklärung der Präsidentschaft nicht angekündigt. Karsai hatte die Untersuchungskommission eingesetzt, nachdem die UN-Mission in Afghanistan im Januar einen Bericht vorgelegt hatte, nach dem Folter Alltag in Afghanistan sei. Schläge, Elektroschocks, das Aufhängen an den Handgelenken und Drohungen mit sexueller Gewalt seien an der Tagesordnung, hieß es in dem 139 Seiten starken UN-Bericht.
(AFP/jW)
(AFP/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Solidarität jetzt!
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
→ mehr aus dem Ressort Ausland