Zum Inhalt der Seite

Neu erschienen

DDR

DDR-Funktruppen

Unter dem Titel »Die Funktechnischen Truppen der Luftverteidigung der DDR« hat der Steffen-Verlag, der inzwischen eine gute Adresse für alle ist, die sich für die Militärgeschichte der DDR interessieren, ein neues Buch herausgebracht. Im Unterschied zu vielem, was heute über die DDR und ihre Armee publiziert wird, handelt es sich hier erneut um ein Werk, das von Zeitzeugen geschrieben wurde.

Über 40 Autoren, und etwa noch einmal so viele Konsultanten, stellen die Entwicklung der funktechnischen Truppen, ihre Aufgaben und Ziele, Strukturen und ihr eigenes Erleben dar. Die Beiträge sind geprägt von Kompetenz, Aufrichtigkeit und von der damaligen Verantwortung für den Schutz des Landes, des Warschauer Vertrages und des Friedens. Sprache und Stil entsprechen jener Zeit. Der Band enthält auch Berichte über einiges, was mancher gern verschwiegen hätte. Der Insider bestätigt: So war das damals.

Horst Stolarski


Wolf-Rüdiger Stuppert/Siegfried Fiedler: Die Funktechnischen Truppen der Luftverteidigung der DDR. Steffen-Verlag, Berlin 2012, 352 Seiten, 19,95 Euro; ISBN 978-3-942477-39-0

telegraph

Die viermal jährlich erscheinende »Ostdeutsche Zeitschrift« enthält u.a. Beiträge von Tomasz Konicz zur Finanzkrise, von Hannes Hofbauer »Zur Instrumentalisierung gesellschaftlicher Unzufriedenheit: Die Farb- und Blumenrevolutionen«, ein Interview mit Wolfgang Kaleck über »Zweierlei Maß: Der Westen und das Völkerstrafrecht« sowie einen Artikel von Heike Kleffner: »Auffällige Distanzlosigkeit – ein Jahr nach der Selbstenttarnung des ›Nationalsozialistischen Untergrunds‹«. Dietmar Wolf befaßt sich unter dem Titel »Hoyerswerda, Mannheim-Schönau, Rostock-Lichtenhagen« mit der Pogromwelle vor 20 Jahren, Raul Zelik schreibt zum Thema »Grüner Sozialismus und ›Gutes Leben‹« und meint, trotz der »ökosozialistischen Rhetorik« sei das »rohstoffzentrierte, weltmarktorientierte Akkumulationsmodell in Ecuador, Bolivien und Venezuela« sogar vertieft worden. Torsten Schleip befaßt sich mit der »Rückkehr des deutschen Militarismus«, Thomas Klein unter dem Titel »Kopflanger und Weißwäscher?« mit dem »Ort der Intelligenz als sozialer Schicht in der heutigen Gesellschaft«. Sebastian Gerhardt setzt sich mit »Sahra Wagenknechts Verkennung des Privateigentums im modernen Kapitalismus« unter der Überschrift »Von der ökonomischen Romantik zur Volksfrontillusion« auseinander.

telegraph, Nr. 125/126, 106 Seiten, 6 Euro (Jahresabo 18,40 Euro). Bezug: telegraph, Greifswalder Str. 4, 10405 Berlin, Tel.: 030/4445622, Fax: 030/4445623, E-Mail: telegraph@ostbuero.de

Themen:
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 07.01.2013, Seite 15, Politisches Buch

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!