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Indiequeen aus Ostberlin

Daß sie ein Erbe zu tragen hat, so als Enkeltochter des Kulturfunktionärs Alfred Kurella, ficht sie nicht an: Sie spielt einfach weiter ihre klamme, eigenbrödlerische Musik und singt selbst Loewe/Weill mit englischen Texten (so auf ihrem vorletzten Album, »Speak Low«): Masha Qrella, so etwas wie die Indiequeen aus Ostberlin. Die Jahre, in denen sie im Zeichen des Sozialen an der Auflösung von Bandstrukturen nämlich innerhalb von Bands wie Mina, Contriva oder NM Farner arbeitete, sind inzwischen auch schon lange ins Land gezogen, »Analogies« (Morr Music), ihr neues Werk, ist bereits ihr viertes Soloalbum. Pop in gemäßigtem Tempo, nicht ganz so unnahbar, wie Qrella auch in persona sonst wirkt. Jedenfalls, die beliebte Reihe »amSTARt«, ihrerseits schon ein Oldie in Sachen Subkultur aus und in Berlin-Mitte, präsentiert die gute Frau am heutigen Abend im Kreuzberger »Ritter Butzke« ab 21 Uhr. Mit »Normal Love« als Vorband. Hingehen lohnt sich. (jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 18.12.2012, Seite 12, Feuilleton

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