Zum Inhalt der Seite

Deutsche Bank muß Schadenersatz zahlen

München. Im Prozeß zwischen den Erben des Medienunternehmers Leo Kirch und der Deutschen Bank sowie deren Exvorstandschef Rolf Breuer ist das Kreditinstitut zu einer Schadenersatzzahlung verurteilt worden. Die Höhe soll noch in einem Gutachten festgestellt werden, wie der Vorsitzende Richter Guido Kotschy am Freitag sagte. Das Oberlandesgericht München habe es als erwiesen angesehen, daß Breuer mitverantwortlich für die Pleite der Kirch-Gruppe war. Eine Revision ließ es nicht zu. Kotschy hatte bereits vor der Urteilsverkündung deutlich gemacht, daß Breuer mit einem Fernsehinterview Kirch im Februar 2002 geschadet habe, in dem er dessen Kreditwürdigkeit anzweifelte. Zwei Monate später mußte Kirch Insolvenz anmelden. Er hatte rund 6,5 Milliarden Euro Schulden angehäuft. (dapd/jW)
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 15.12.2012, Seite 1, Inland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!