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Geheimdienstchefin in Berlin tritt zurück

Berlin. Die langjährige Chefin des Berliner Verfassungsschutzes, Claudia Schmid, ist wegen der jüngst bekanntgewordenen ungesetzlichen Aktenvernichtung im Bereich Rechtsextremismus zurückgetreten. »Frau Schmid hat mich um Versetzung gebeten. Sie will den Weg für einen kontrollierten Neuanfang freimachen«, sagte Innensenator Frank Henkel (CDU) am Mittwoch im Verfassungsschutzausschuß des Abgeordnetenhauses. »Ich habe dieser Bitte entsprochen.« Auch der verantwortliche Referatsleiter müsse seinen Posten räumen. Die Dokumente über den Vorgang »Blood&Honour« waren im Juli 2010 geschreddert worden, ohne vorher rechtmäßig dem Landesarchiv vorgelegt zu werden. Schmid war seit 2001 im Amt und ist nun bundesweit die fünfte »personelle Konsequenz« an einer Behördenspitze im andauernden Geheimdienstskandal um die neofaschistische Terrorgruppe NSU. (dapd/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 15.11.2012, Seite 1, Inland

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