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Grünpflege bald privat

Berlin. Die Gewerkschaft ver.di hat gegen Pläne des Berliner Senats und der Bezirksämter protestiert, die öffentliche Grünflächenpflege endgültig auszugliedern und weitgehend zu privatisieren. Den Angaben zufolge diskutieren mehrere Stadtbezirke, darunter Treptow-Köpenick, Lichtenberg und Marzahn-Hellersdorf, die Gründung eines gemeinsamen Eigenbetriebs »Grünflächenpflege/-verwaltung«, heißt es in einer am Montag verbreiteten Erklärung der Gewerkschaft. Nach jW vorliegenden Unterlagen sollen freie Stellen nicht mehr durch Personal des Landes Berlin nachbesetzt werden. Stattdessen sollten die Aufgaben nach und nach an private Unternehmen übertragen werden. »Das bedeutet das endgültige Aus der öffentlichen Grünflächenpflege und- unterhaltung und könnte die Steuerzahler teuer zu stehen kommen«, heißt es in der ver.di-Erklärung. Es sei nachgewiesen, daß die Eigenleistung meist wirtschaftlicher sei als die Vergabe.

(jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 02.10.2012, Seite 5, Inland

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