-
27.09.2012
- → Kapital & Arbeit
Issing kritisiert Kurs der EZB
Berlin. Der ehemalige Chefvolkswirt der Europäischen Zentralbank (EZB), Otmar Issing, hat die Notenbank für ihre Euro-Rettungspolitik scharf attackiert. »Die EZB droht, ihre Glaubwürdigkeit zu verlieren«, sagte Issing der Zeitung Die Welt (Mittwochausgabe). Die Sparer seien tief verunsichert und hätten allen Grund dazu. »Die Geldpolitik ist an ihre Grenzen gestoßen«, erklärte Issing. Mit ihrer Entscheidung zum Ankauf weiterer Staatsanleihen von Euro-Krisenländern begebe sich die EZB trotz der strikten Auflagen für die Käufe in eine starke Abhängigkeit von der Politik. Der erste Chefvolkswirt der EZB warnte auch vor einer drohenden Inflation durch das Vorgehen der Notenbank, selbst wenn es keine unmittelbare Gefahr gebe.
(dapd/jW)
(dapd/jW)
→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Solidarität jetzt!
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
→ mehr aus dem Ressort Kapital & Arbeit
