Zum Inhalt der Seite

Spanien: Massive Kapitalflucht

Madrid. Die Kapitalflucht aus Spanien hat sich im Mai beschleunigt. Investoren zogen 41,3 Milliarden Euro aus dem Krisenland ab, wie aus den am Dienstag veröffentlichten Daten der Notenbank hervorgeht. Im April waren es 26,6 Milliarden Euro. Damit wurden in den ersten fünf Monaten insgesamt 163 Milliarden Euro verlagert. Die Summe entspricht 16 Prozent der jährlichen Wirtschaftsleistung. Vor allem spanische Banken legten Gelder lieber im Ausland an. Aber auch ausländische Kreditinstitute und Anleger verringerten ihre Präsenz. Auch die Verbraucher halten wegen der Krise ihr Geld zusammen. Der Einzelhandelsumsatz fiel im Juni um 5,2 Prozent niedriger aus als ein Jahr zuvor.

(Reuters/jW)
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 01.08.2012, Seite 9, Kapital & Arbeit

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!