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Paraguay: Proteste gegen Putschisten

Asunción. Wenige Wochen nach dem institutionellen Staatsstreich haben die neuen Machthaber in Paraguay offenbar begonnen, in großem Stil Arbeiter und Beamte der öffentlichen Einrichtungen zu entlassen. Als Grund dafür reiche der Verdacht, mit dem gestürzten Präsidenten Fernando Lugo zu sympathisieren oder linken Organisationen anzugehören, berichtete am Donnerstag die kubanische Nachrichtenagentur Prensa Latina. Das Linksbündnis Frente Guasú, das Lugo unterstützt, sprach von bislang 1000 Fällen politischer Entlassungen. Auch dem Regime nahestehende Zeitungen sprachen bereits von einer »Säuberung« mit Hunderten Opfern. In den vergangenen Tagen mehrten sich Protest­aktionen der Betroffenen. Zudem wurden ausländischen Delegationen, die sich zur Beobachtung der Lage in Paraguay aufhalten, Berichte über die Vorgänge übergeben. (jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 27.07.2012, Seite 1, Ausland

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