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Taylor-Vertraute ohne UN-Sanktionen

New York. Der UN-Sicherheitsrat hat die Sanktionen gegen 17 Vertraute des früheren liberianischen Staatschefs Charles Taylor aufgehoben, der im Mai wegen Kriegsverbrechen zu 50 Jahren Haft verurteilt wurde. Die Entscheidung wurde am Mittwoch (Ortszeit) am Sitz der Vereinten Nationen in New York ohne nähere Begründung mitgeteilt. Von den Sanktionen, die seit dem Jahr 2001 in Kraft waren, wurden unter anderem Taylors Exehefrauen Agnes Reeves Taylor und Jewel Howard Taylor und der liberianische Senator Adolpus Dolo befreit. Bei den Strafmaßnahmen handelte es sich zumeist um Reiseverbote und das Einfrieren von Auslandsguthaben. Taylor war in den Jahren 1997 bis 2003 Staatschef Liberias. Er wurde von dem Sondertribunal für schuldig befunden, als Präsident des Landes während des Bürgerkriegs im benachbarten Sierra Leone die Rebellen der Revolutionären Vereinten Front unterstützt zu haben. Taylor bewaffnete nach Überzeugung des Gerichts die Aufständischen, die Kindersoldaten rekrutierten sowie Greueltaten an Zivilisten begingen, und ließ seine Truppen an deren Seite kämpfen.

(AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 27.07.2012, Seite 7, Ausland

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