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Neonazispamflut im Internet

Berlin. Facebook und andere soziale Netzwerke haben sich zum wichtigsten Nachwuchswerbemittel der Neonaziszene entwickelt, so das Ergebnis einer am Mittwoch in Berlin vorgestellten Studie der Bundeszentrale für politische Bildung, der Online-Beratung gegen Rechtsextremismus und von jugendschutz.net. Die Rechtsextremen seien bei Facebook, YouTube und sämtlichen anderen sozialen Internetplattformen höchst aktiv, sagte Stefan Glaser, der Experte für Rechtsextremismus bei jugendschutz.net ist. Laut Studie wurden 2011 rund 3700 Videos, Profile und Kommentare rechtsextremen Inhalts gesichtet. Die Zahl der Twitter-Accounts von Neonazis habe sich binnen eines Jahres verdoppelt.

(dapd/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 12.07.2012, Seite 5, Inland

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