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Klimawandel in Genen

Der Klimawandel hat Spuren im Erbgut der Pazifischen Lachse hinterlassen: Immer weniger von ihnen gehören zu einem Gentyp, der vergleichsweise spät zur Wanderung in die Laichgebiete aufbricht. Das haben US-amerikanische Forscher mit einer Reihe von Gentests an wilden Lachsen festgestellt. Die Reihe begann mit der Identifizierung eines Markergens vor 32 Jahren. Damals schwammen die meisten Pazifiklachse noch zwei Wochen später als heute vom Meer aus die Flüsse Alaskas hinauf. Durch die Vorverlegung vermeiden sie, zur Laichzeit in zu warmes Wasser zu geraten. Die Anpassung beruhe auf einer deutlichen Verschiebung der genetischen Typen innerhalb der Art, berichten die Wissenschaftler im Fachmagazin Proceedings of the Royal Society B. Die Erwärmung habe die genetische Basis verändert. »Unsere Ergebnisse liefern eindeutige Belege dafür, daß der Klimawandel die Evolutionsdynamik der Lachspopulationen beeinflußt«, schreiben Ryan Kovach von der University of Alaska in Fairbanks und seine Kollegen. Die Erwärmung habe selektiv die Genvarianten gefördert.

(dapd/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 12.07.2012, Seite 15, Natur & Wissenschaft

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