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Oberkirchenrat gesteht Untreue

Frankfurt/Main. Wegen der Unterschlagung von rund einer halben Million Euro muß sich seit Montag ein früherer Referatsleiter des Evangelischen Regionalverbands Frankfurt am Main vor Gericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft dem ehemaligen Oberkirchenrat gewerbsmäßige Untreue in 45 Fällen vor. Trotz der Unterschlagungen in Höhe von etwa 100000 Euro jährlich, die durch eine Lücke in der Software seines Arbeitgebers über Jahre nicht entdeckt wurden, habe der Regionalverband zum Jahresende jeweils ein Plus zwischen 500000 und 700000 Euro ausgewiesen. Um einen Teil des Geldes innerhalb des Verbandes halten zu können, sei er angewiesen worden, die Personalkosten höher anzusetzen, als sie tatsächlich waren. »Ich hatte daher nur ein minderschweres schlechtes Gewissen«, sagte der ehemalige Kirchenbeamte. Er ist voll geständig.

(dapd/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 20.03.2012, Seite 5, Inland

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