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19.03.2012
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RAF-Spitzel starb in den USA
Hamburg. Der einstige Spitzel des Berliner Verfassungsschutzes bei der RAF, Peter Urbach, ist einem Spiegel-Bericht zufolge im vergangenen Jahr in den USA verstorben. Seit seiner Enttarnung als V-Mann und seinem Verschwinden aus Westberlin im Frühjahr 1971 war über Urbachs Verbleib gerätselt worden. Er soll sich nach einem kurzem Zwischenstopp in Wuppertal zusammen mit seiner Frau und seinen beiden Söhnen in die USA abgesetzt haben, wo er als Rohrleger arbeitete, wie das Hamburger Magazin nun berichtet.
Urbach erschlich sich 1967 im Auftrag des Verfassungsschutzes das Vertrauen der linken Szene in Westberlin. Beim Sturm auf das Hochhaus des Axel-Springer-Verlags soll er als Agent Provocateur Molotowcocktails an die Demonstranten verteilt haben. Zudem soll er den Sprengstoff für einen Anschlag auf das jüdische Gemeindehaus in Berlin besorgt haben. Später war er am Aufbau der Roten Arme Fraktion (RAF) beteiligt und gab den entscheidenden Hinweis für eine Verhaftung von Andreas Baader.
(dapd/jW)
Urbach erschlich sich 1967 im Auftrag des Verfassungsschutzes das Vertrauen der linken Szene in Westberlin. Beim Sturm auf das Hochhaus des Axel-Springer-Verlags soll er als Agent Provocateur Molotowcocktails an die Demonstranten verteilt haben. Zudem soll er den Sprengstoff für einen Anschlag auf das jüdische Gemeindehaus in Berlin besorgt haben. Später war er am Aufbau der Roten Arme Fraktion (RAF) beteiligt und gab den entscheidenden Hinweis für eine Verhaftung von Andreas Baader.
(dapd/jW)
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