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Aus: Ausgabe vom 17.03.2012, Seite 15 / Geschichte

Anno … 12.Woche

1807, 25. März: Das britische Parlament beschließt mit dem »Slave Trade Act« die Abschaffung der Sklaverei. Es heißt darin, daß vom 1. Mai 1807 an »der afrikanische Sklavenhandel und jedwede Art des Handels sowie der Ankauf, der Verkauf, der Tausch oder Transfer von Sklaven oder von Personen, die verkauft, abgetreten, benutzt, oder als Sklaven behandelt werden sollen (…) hiermit absolut abgeschafft, verboten und für illegal erklärt« wird.

1927, 21. März: In der polnischen Stadt ód endet ein Streik der Textilarbeiter. Etwa 150000 Arbeiter befanden sich seit dem 8. März im Ausstand. Das Ziel der Kampfmaßnahme – bessere Bezahlung – wird teilweise erreicht. Es kommt zu einer Anhebung der Löhne von fünf bis zwölf Prozent.

1932, 23. März: Im Kohlerevier rund um die tschechoslowakische Stadt Most beginnt ein Massenstreik von 25000 Bergarbeitern. Ausgelöst durch angekündigte Entlassungen und Lohnsenkungen, mündet der Ausstand am 13. April in einen politischen Generalstreik, an dem sich auch die Arbeiter vieler anderer Industriezweige beteiligen. In anderen europäischen Ländern gibt es Solidaritätsaktionen.


1942, 20. März: Als »Vergeltung« für den Tod von zwei deutschen Polizisten, die als besonders brutal bekannt waren, werden 100 Einwohner der polnischen Kleinstadt Zgierz erschossen. 161 werden als Geiseln in Gefängnisse gesperrt. Am 4. Mai dieses Jahres stirbt der evangelische Pfarrer von Zgierz, Alexander Falzmann, im KZ Dachau.

1957, 25. März: In der italienischen Hauptstadt unterzeichnen Deutschland, Belgien, Frankreich, Italien, Luxemburg und die Niederlande die sogenannten Römischen Verträge zur Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG). In den Grundsatzparagraphen des Vertragswerks heißt es, man strebe an, die beteiligten »Volkswirtschaften zu einigen und deren harmonische Entwicklung zu fördern«, indem der »Abstand zwischen einzelnen Gebieten« und der »Rückstand weniger begünstigter Gebiete« verringert werde.

1982, 23. März: Der guatemaltekische Präsident Fernando Romeo Lucas García wird durch einen Militärputsch unter der Führung von Efrain Ríos Montt gestürzt. Damit beginnt eine der blutigsten Phasen in der Geschichte des Landes. Tausende Menschen, darunter zahlreiche Maya, werden ermordet, vergewaltigt und mißhandelt.

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