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14.01.2012
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Leipziger Buchpreis
Der mit 15000 Euro dotierte Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung 2012 geht zu gleichen Teilen an die Historiker Ian Kershaw (Großbritannien) und Timothy Snyder (USA) für ihre im letzten Jahr auf deutsch vorgelegten Bücher. Das teilte die Leipziger Buchmesse am Freitag mit. Kershaw fragte in »Das Ende. Kampf bis in den Untergang«, warum die Deutschen im Zweiten Weltkrieg nicht gegen Hitler rebellierten, während Snyder »Europa zwischen Hitler und Stalin« untersuchte und dabei für sein gleichnamiges Buch das Gebiet der »Bloodlands« erfunden hatte, in verschiedenen Interviews jedoch darauf beharrte, mit dem Geschichtsrevisionismus à la Ernst Nolte nichts zu schaffen zu haben. (dapd/jW)
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