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Kaufkraft von ­Rentnern sinkt

Berlin. Die Kaufkraft der 20,2 Millionen Rentner in Deutschland ist im vergangenen Jahr deutlich gesunken. Wie Bild (Montagausgabe) unter Berufung auf Zahlen des Hamburgischen Weltwirtschafts-Institut (HWWI) meldet, hatten die Ruheständler nach Abzug der Inflation 1,8 Prozent weniger Geld im Portemonnaie. Insgesamt sei die Kaufkraft der Rentner damit seit 2004 um insgesamt 8,8 Prozent gesunken. Das gehe neben HWWI-Daten unter anderem aus früheren Berechnungen des Instituts für Wirtschaft und Gesellschaft (IWG) hervor. Nach Einschätzung des HWWI-Sozial­experten Jörg Hinze dürfte der Kaufkraftverlust für Rentner in Wirklichkeit noch höher ausgefallen sein. »Gerade Waren des täglichen Bedarfs sind teurer geworden, zum Beispiel Lebensmittel und Energie«, sagte Hinze. Diese Preiserhöhungen träfen besonders Rentner. Von Preissenkungen, beispielsweise bei Computern, würden die Senioren dagegen kaum profitieren.

(dapd/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 10.01.2012, Seite 4, Inland

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