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»Kaltabschaltung« des AKW Fukushima

Tokio. Neun Monate nach Beginn der Atomkatastrophe in Fukushima hat die japanische Regierung die »Kaltabschaltung« der Reaktoren bekanntgegeben. Dies sei eine entscheidende Etappe bei der Bewältigung des Unglücks: Die Temperaturen im Innern der Reaktoren würden nun konstant unter hundert Grad liegen, womit das radioaktive Material in den Reaktorkammern unter Kontrolle sei. Daher könne nun mit dem Abbau der Anlage begonnen werden. Experten warnen jedoch, daß dies bis zu drei Jahrzehnte dauern kann. In dem Atomkraftwerk Fukushima Daiichi war am 11. März durch ein Erdbeben der Stärke 9,0 und einen anschließenden Tsunami das Kühlsystem so schwer beschädigt worden, daß die Brennstäbe mehrerer Reaktoren schmolzen. Um die Reaktorkammern zu kühlen, besprühte die Betreiberfirma Tepco sie mit Wasser. Bereits mehrmals wurde verstrahltes Wasser ins Meer abgepumpt.

(AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 17.12.2011, Seite 6, Ausland

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