Zum Inhalt der Seite

Treberhilfe stellt ­Insolvenzantrag

Berlin. Die Treberhilfe Berlin hat am Mittwoch beim zuständigen Amtsgericht einen Insolvenzantrag gestellt. Nach Angaben des Insolvenzverwalters Christian Köhler-Ma ist das Unternehmen bereits seit drei Monaten mit den Gehaltszahlungen im Rückstand. Zudem seien über 100 Räumungsklagen gegen Klienten der Treberhilfe wegen nicht gezahlter Mieten anhängig. Die Verbindlichkeiten sollen sich auf 4,5 Millionen Euro belaufen. Das Unternehmen, das hauptsächlich Obdachlose betreut, soll vorerst mit 147 Mitarbeitern weitergeführt werden, hieß es. Für Schlagzeilen hatte das aus öffentlichen Mitteln finanzierte Sozialunternehmen durch seinen früheren Geschäftsführer Harald Ehlert gesorgt. Dieser hatte sich u.a.ein Jahresgehalt von 350000 Euro bewilligt. Der Treberhilfe wurde mittlerweile die Gemeinützigkeit aberkannt.

(jW)
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 18.11.2011, Seite 4, Inland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!