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Geschichtliches: Das Künstlerhaus

Die Linke Literaturmesse Nürnberg wurde 1996 vom Literaturverein Libresso e.V. und dem Metroproletan Archiv & Bibliothek ins Leben gerufen. Der Veranstaltungsort, das Künstlerhaus Nürnberg wurde 1910 im Stil deutscher Renaissance errichtet und ist eine Kultureinrichtung der Stadt mit wechselvoller Geschichte.

Gedacht war es als repräsentativer Ort für die Nürnberger Künstler­szene. So wurden etwa im großen Festsaal avantgardistische Bilder von Künstlern wie Otto Dix und George Grosz ausgestellt, die im »Dritten Reich« als »entartet« galten. Die Sandsteinmauern überlebten zwei Kriege.

Nach 1945 zog ein »American Club« für GIs ein – und 1955 wieder aus. Danach teilten sich die Pädagogische Hochschule, das Zählungsbüro für Wohnstatistik und Aktenmagazine städtischer Dienststellen die Räume. Ab 1969 fanden dort wieder Kunstausstellungen statt.
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Von 1973 bis 1997 erlangte das Haus unter dem Namen KOMM als eines der ersten selbstverwalteten soziokulturellen Zentren der BRD überregionale Bedeutung. Nach umfassender Sanierung und Neustrukturierung wird es seit dem 4. Dezember 1996 unter städtischer Trägerschaft in Kooperation mit den Vereinen und Gruppen des Hauses weitergeführt, zunächst unter der Bezeichnung K4 und seit Januar 2008 als Teil eines Zusammenschlusses kultureller Einrichtungen unter dem Namen Künstlerhaus im KunstKulturQuartier.

Das Künstlerhaus liegt in der Königstraße 93 gegenüber vom Hauptbahnhof Nürnberg am Eingang zur Altstadt, dem Königstor. Die insgesamt rund 7000 Quadratmeter sind heute mit Ausstellungsräumen, Kinosälen, Werkstätten, Gastronomiebetrieben, Konzert- und Veranstaltungsräumen belegt.

www.linke-literaturmesse.org
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Erschienen in der Ausgabe vom 09.11.2011, Seite 3, Schwerpunkt

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