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Drecksblatt-Aktion beendet: 872 neue jW-Abonnements. Wer sich nicht wehrt, lebt verkehrt!
Zur Unabhängigkeit und Transparenz der jungen Welt gehört, daß sie in den zentralen politischen Diskussionsfeldern Position bezieht. Sie gibt sich nicht überparteilich und meinungsneutral. Sie ist in der Tat nicht offen nach allen Seiten. Aber sie versucht, der Wahrheit so nahe wie möglich zu kommen. Und sie positioniert sich, versteckt sich nicht hinter vorgeblicher Objektivität, verschweigt nicht, wessen Interessen sie vertritt, was ihre politischen und publizistischen Leitlinien sind. Das ist übrigens auch ein Grund, warum vom anarchistischen und trotzkistischen bis ins aufgeklärt konservative bürgerliche Lager hinein die junge Welt gelesen wird: Es ist nicht nur eine andere Welt, sondern auch eine andere Sicht auf scheinbar unumstößliche Tatsachen, vorgebliche Sachzwänge und angebliche Selbstverständlichkeiten möglich. Widersprüche und offene Fragen müssen bei einer solch alternativen Sichtweise allerdings auch ertragen werden.
Fraktionen, die gemeinsam mit ausgewählten bürgerlichen Medien »Drecksblatt!«, »Boykott!« oder gar »Verbot!« riefen, werden sich weiterhin über die junge Welt ärgern müssen. Was sie so in Rage bringt, ist weniger der klare inhaltliche Dissenz. Es ist vielmehr das wachsende Interesse an unseren Positionen und an dieser Zeitung. Das soll so bleiben, deshalb brauchen wir eben jedes Abo. Wirklich jedes. Deshalb ärgert es wiederum uns, daß wir unser Ziel um 128 Abos verfehlt haben.
Die nächste Aktion ist allerdings schon in Vorbereitung. Ab kommender Woche bewerben wir an dieser Stelle unsere Geschenkabos, mit denen Sie für ein fröhliches rotes Weihnachtsfest sorgen können: Sie verschenken ein jW-Abo für sechs oder 13 Wochen, erhalten obendrein ein Buch oder Kalender (zum Selberbehalten oder Verschenken) und machen damit den Beschenkten, die junge Welt und nicht zuletzt sich selbst glücklich.
Doch brauchen wir vor allem unbefristete Vollabos! Den Coupon dazu finden Sie heute auf dieser Seite und im Internet, wo Sie auch das Onlineabo buchen können. Da Sie selbst ja diese Zeitung bereits bestens kennen, benötigen Sie keinen Umweg über das Kennenlernabo. Füllen Sie rasch den Coupon aus und schicken Sie uns diesen zu! Vielleicht gelingt es uns mit einer Nachfrist von 14 Tagen, die noch fehlenden 128 Abos zu schaffen?
Verlag, Redaktion, Genossenschaft
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Das Verwaltungsgericht Berlin hat im Juli 2024 in der ersten Instanz entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jährlichen Verfassungsschutzberichten erwähnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden. Seit vielen Monaten warten Verlag und Redaktion inzwischen auf eine Entscheidung des Gerichtes, ob eine Revision möglich oder gleich ein Gang vor das oberste Gericht nötig ist.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
