Zum Inhalt der Seite

Streit um neuen Generalbundesanwalt

Berlin. Im Personalstreit um den künftigen Generalbundesanwalt haben die Grünen im Bundestag eine Sondersitzung des Rechtsausschusses beantragt. Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) müsse vor den Abgeordneten »Bedenken der persönlichen Befähigung und Eignung« ihres Kandidaten, des Stuttgarter Regierungspräsidenten Johannes Schmalzl, ausräumen, kündigte Grünen-Rechtspolitiker Jerzy Montag am Donnerstag in Berlin an. Schmalzl hatte vergangene Woche im Rechtsausschuß keine Mehrheit gefunden. Die Sondersitzung soll laut Montag am 22. September stattfinden. Der Bundesrat soll einen Tag später über die Personalie entscheiden. Er ist nicht an die Empfehlung des Rechtsausschusses gebunden.

(AFP/jW)
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 16.09.2011, Seite 4, Inland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!