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Kurden rufen Autonomie aus

Diyarbakir. Die 850 Delegierten des aus der prokurdischen Partei für Frieden und Demokratie (BDP) und kurdischen Zivilorganisationen bestehenden Kongresses für eine demokratische Gesellschaft haben auf ihrer Generalversammlung in Diyarbakir am Donnerstag für die sofortige Umsetzung einer »Demokratischen Autonomie« votiert. Gemeint ist die Selbstverwaltung der Bevölkerung der kurdischen Landesteile der Türkei in einer Föderation kommunaler Räte.

Überschattet wurde diese einseitige Autonomieerklärung durch bis in die Nacht andauernde schwere Gefechte zwischen der türkischen Armee und Kämpfern der Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) in der Provinz Diyarbakir. Bei diesen in diesem Jahr für die türkische Armee verlustreichsten Kämpfen wurden nahe der Kreisstadt Silvan nach staatlichen Angaben 13 Soldaten getötet und sieben weitere zum Teil lebensgefährlich verletzt. Auch sieben Guerillakämpfer sollen gefallen sein.
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Zuvor waren Gespräche zwischen der BDP und der islamisch-konservativen AKP-Regierung über ein Ende des Parlamentsboykotts durch die Abgeordneten des linkskurdischen Blocks gescheitert. Die Regierung weigert sich weiter, für die Freilassung von sechs in Untersuchungshaft sitzenden BDP-Parlamentariern einzutreten
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Erschienen in der Ausgabe vom 16.07.2011, Seite 6, Ausland

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