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Libyen: Krieg bringt Hunger

Genf. Der Krieg in Libyen verschärft die Lage der Zivilbevölkerung immer mehr. Besonders im Westen des Landes seien Zehntausende Menschen auf Lebensmittelhilfen angewiesen, sagte die Sprecherin des UN-Welternährungsprogramms (WFP), Emilia Casella, am Dienstag in Genf.

Während die NATO ihre Angriffe auf das Land am Dienstag weiter verschärfte, beteuerte deren Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen, die UNO solle bei einem »Übergang Libyens zur Demokratie« eine Führungsrolle übernehmen. Die russische Zeitung Kommersant berichtete, der libysche Staatschef Ghaddafi sei unter bestimmten Bedingungen zu einem Rücktritt bereit. Dessen Vizeaußenminister Chaled Kaaim hatte zuvor in Tripolis erklärt, seine Regierung verhandle in mehreren Hauptstädten, zum Beispiel in Rom, mit Vertretern der Rebellen über eine friedliche Lösung des Konflikts.
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Unterdessen berichtete der staatliche libysche Rundfunk ohne nähere Angaben, Ghaddafi habe Merkel am vergangenen Sonntag einen Brief geschrieben. Auf jW-Nachfrage erklärte das Kanzleramt, ein solches Schreiben sei dort nie eingegangen. (PL/AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 06.07.2011, Seite 7, Ausland

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