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Potsdam: Kritik an Mediengutachten

Potsdam. Deutliche Kritik äußerten Politiker und Experten am Freitag an einem Gutachten zum Umgang mit DDR-Journalisten in den brandenburgischen Medien. In der Enquetekommission des Landtags zur Aufarbeitung der »Nachwendezeit« bekräftigte die bei der FDP-Landtagsfraktion beschäftigte Verfasserin des Gutachtens, Ariane Mohl, ihre These, in den Printmedien des Landes habe es keinen »personellen Austausch« gegeben, obwohl die Ausbildung der DDR-Journalisten »nicht einmal im Ansatz kompatibel mit den hohen handwerklichen und ethisch-moralischen Anforderungen« sei, die an »Journalisten in einer demokratischen Gesellschaft« gestellt würden.

SPD-Kommissionsmitglied Klaus Ness monierte, Mohl stelle ostdeutsche Redakteure unter Generalverdacht und spreche ihnen »Lernfähigkeit« ab. Politikwissenschaftler Jochen Franzke betonte als Sachverständiger, auch im Westen gebe es »Hofberichterstatter«. Mohl plädiere praktisch für ein Berufsverbot für ostdeutsche Journalisten.
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(dapd/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 02.07.2011, Seite 5, Inland

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