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Katastrophale Säure

Sollte sich der CO2-Gehalt in der Atmosphäre, wie von UN-Klimaforschern geschätzt, bis zum Jahr 2100 verdoppeln, würde der pH-Wert der Ozeane von 8,1 auf 7,8 fallen. Was das für tropische Korallenriffe bedeuten würde, ist in Papua-Neuguinea u. a. von Forschern des Max-Planck-Instituts für marine Mikrobiologie in Bremen untersucht worden. Hier gibt es natürliche CO2-Quellen. In deren Nähe sinkt mit dem pH-Wert die Anzahl der Korallenarten. Unterhalb eines pH-Werts von 7,7 hört das Riff auf zu wachsen. Statt dessen breitet sich etwa das Seegras aus. Studienleiterin Katharina Fabri­cius vom Australian Institute of Marine Science nannte die bei solchen Werten zu erwartenden Veränderungen der Riffe »katastrophal«.

(ots/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 09.06.2011, Seite 15, Natur & Wissenschaft

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