-
21.05.2011
- → Aktion
Ebenso toll
Warum wegen neuer Aufgaben der Bundeswehr die Rente mit 69 nötig wird. Und wie mit mehr Abonnements mehr Positives in die junge Welt gelangt
Sieht man mal von den tollen Sangesbrüdern ab, standen diese Themen an diesem Tag auch auf der Titelseite der jungen Welt. Aber Gewichtung, Einordnung, ja selbst die Kerninformationen und im weiteren Verlauf der Zeitung die Kommentierung sind völlig anders. An diesem Beispiel lassen sich zwei Dinge verdeutlichen: Zum einen, warum immer mehr Menschen in der jungen Welt eine Alternative zu den bürgerlichen Medien und deren Begleitmusik zu den Angriffen auf soziale und demokratische Rechte sehen. Zum anderen, warum die junge Welt um schlechte Nachrichten nicht herumkommt und manchmal die scheinbar positiven lieber wegläßt. Gerade Probeleser kritisieren deshalb immer wieder, daß die junge Welt gelegentlich aufs Gemüt drückt. Leider gibt es aber im Moment nicht viel über originellen und erfolgreichen Widerstand im Inland zu berichten. Auch deshalb blicken wir übrigens mehr als andere Zeitungen ins Ausland.
Wobei wir schon beim nächsten Problem der Donnerstagausgabe wären: Weder Berliner Zeitung noch die junge Welt würdigten ausreichend die neue Protestwelle, die Spanien erfaßt hat. Zigtausende demonstrierten in vielen Städten gegen Sozialraub und undemokratische Politik. Aber durch den Agenturen und andere Quellen, über die wir verfügen, wird nicht anständig darüber berichtet. Hier wird eine Schwachstelle deutlich, die mit der Weiterentwicklung der jungen Welt überwunden werden soll: Bessere journalistische Kontakte sollen aufgebaut werden. Und die Möglichkeit, über das Internet unsere Leserinnen und Leser über wichtige Ereignisse vor und nach Redaktionsschluß informieren zu können. Aber diese Pläne können nur realisiert werden, wenn wir über mehr Abonnements verfügen. Deshalb werben wir im Moment verstärkt Internetabos ein – und konnten allein in dieser Woche 49 Interessenten dafür gewinnen. Es dürfen nicht nur gern ein paar hundert mehr sein – es hilft auch jedes neue Printabo.
Beides ist eine gute Investition in eine noch bessere Tageszeitung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 3,0
Das Verwaltungsgericht Berlin hat im Juli 2024 in der ersten Instanz entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden. Seit vielen Monaten warten Verlag und Redaktion inzwischen auf eine Entscheidung des Gerichtes, ob eine Revision möglich oder gleich ein Gang vor das oberste Gericht nötig ist.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
