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Troy Davis droht die Hinrichtung

Washington. Der seit etwa 20 Jahren in der Todeszelle einsitzende Afroamerikaner Troy Davis ist mit der Wiederaufnahme seines Verfahrens vor dem Obersten Gerichtshof der USA gescheitert. Die Richter in Washington lehnten am Montag einen Antrag Davis’ ab, den Fall erneut zu hören. Damit droht dem 42jährigen, der seine Unschuld beteuert, im Bundesstaat Georgia die baldige Hinrichtung. Davis war 1991 ausschließlich aufgrund von Zeugenaussagen wegen Mordes an dem weißen Polizisten Mark McPhail zum Tode verurteilt worden. Eine Tatwaffe, konkrete Beweise oder DNA-Spuren, die auf ihn als Täter hingedeutet hätten, wurden nie gefunden. Im August 2009 hatte der Oberste Gerichtshof ein Bundesgericht beauftragt, den Fall neu zu untersuchen. Sieben der neun Zeugen zogen ihre Aussagen gegen Davis zurück. (AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 29.03.2011, Seite 2, Ausland

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