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Unionssprecher stellt sich hinter Friedrich

Berlin. Nach der Äußerung des neuen Innenministers Hans-Peter Friedrich (CSU), der Islam gehöre nicht zu Deutschland, hagelte es Kritik. Der FDP-Integrationsexperte Serkan Tören forderte Friedrich auf, die Zuständigkeit für die Islamkonferenz an das Justizministerium zu übergeben. Auch Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit, der Zentralrat der Muslime und der Islamrat kritisierten Friedrich. Lediglich der innenpolitische Sprecher der CDU/CSU-Fraktion, Hans-Peter Uhl, legte noch eins drauf, als er der Mitteldeutschen Zeitung sagte: »Der Innenminister hat hundertprozentig recht.« und »Schon der Kampf gegen die Türken vor Wien fand statt, damit das Christentum konstitutiver Teil Europas bleibt.«

(dapd/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 05.03.2011, Seite 2, Inland

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