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Chronik: Die WestLB

Die Westdeutsche Landesbank Girozentrale, Markenkürzel »WestLB«, wurde am 1. Januar 1969 durch Fusion der Rheinischen Girozentrale und Provinzialbank (Düsseldorf) und der Landesbank für Westfalen Girozentrale (Münster) als Anstalt des öffentlichen Rechts gegründet. Erster Vorstandschef war Ludwig Poullain, der später zur Kölner Privatbank Sal. Oppenheim wechselte.

Ab den 1970er Jahren wurden Niederlassungen oder Tochtergesellschaften im Ausland gegründet, 1972 in Luxemburg, 1973 in London und 1975 in New York. Durch die Übernahme von Beteiligungen (z.B. Preussag, Gildemeister) wurde sie zugleich ein Instrument der Industriepolitik des Landes. Das Institut wurde schnell zur größten Landesbank in Deutschland.

Das Land Nordrhein-Westfalen gliederte 1992 seine Wohnungsbauförderanstalt (Wfa) als Sacheinlage in die WestLB ein. Dies bedeutete ein zusätzliches haftendes Eigenkapital in Höhe von rund zwei Milliarden Euro. Der Bundesverband deutscher (Privat-)Banken reichte 1994 bei der EU-Kommission Beschwerde gegen die Höhe der Vergütung ein. Brüssel teilte 1999 diese Auffassung und bewertete den Vorgang als unerlaubte öffentliche Beihilfe. Der Europäische Gerichtshof entschied 2002, die Kommission habe ihre Entscheidung nicht ausreichend begründet, letztere sei deshalb nichtig. Er ermutigte die Behörde jedoch, eine neue und formal korrekte Entscheidung zu treffen.
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Die WestLB gliederte 2009 als erstes BRD-Institut Vermögenswerte in eine Bad Bank aus. EU-Wettbewerbskommissar Joaquín Almunia erklärte im November 2010 erneut, daß die in diese Bad Bank übertragenen Vermögenswerte zu hoch bewertet wurden. Die Kommission bezifferte die Höhe dieser Beihilfen auf 3,4 Milliarden Euro. Dies sei wettbewerbsverzerrend und »unzumutbar für den Steuerzahler«. Die WestLB habe kein tragfähiges Geschäftsmodell mehr.

(Quellen: WestLB, Wikipedia)
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Erschienen in der Ausgabe vom 16.02.2011, Seite 3, Schwerpunkt

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