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Wenn’s gut riecht

Die Nase kauft mit. Wenn es in einer Bäckerei nach frischgebackenen Brötchen riecht, muß das nicht heißen, daß es dort auch Öfen gibt. Auch sollte man sich nicht wundern, wenn einem bei einer Hausbesichtigung plötzlich frischer Gebäckduft entgegenkommt. Wie die Zeitschrift Wunderwelt Wissen in ihrer Februarausgabe berichtet, wird der Einsatz von ausgewählten Gerüchen, um Kaufentscheidungen zu beeinflussen, immer mehr zum Standard. Auch in Bistros, die nichts als Fertigessen in die Mikrowelle schieben, gibt es »authentischen« Bratkartoffelduft. Allerdings könne man »nicht einfach irgendeinen netten Geruch nehmen und erwarten, daß es funktioniert«, sagt Eric Spangenberg von der Washington State University. Als sein Forschungsteam in der Damenabteilung eines Modekaufhauses Vanillegeruch verbreitete und die Herrenabteilung nach marokkanischer Rose riechen ließ, verdoppelten sich die Umsätze nahezu. Als die Forscher jedoch die Beduftung umdrehten und den Damen marokkanische Rose und den Herren Vanille anboten, sanken die Umsätze unter den Durchschnitt. (jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 03.02.2011, Seite 15, Natur & Wissenschaft

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