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Winterspiele: Mit Honduras zu Olympia

München. Olympia in München rückt wieder ein Stück näher. Am Dienstag gab das von Dirk Niebel geleitete Entwicklungsministerium bekannt, Honduras als Unterstützer für die Bewerbung um die Winterspiele 2018 gewonnen zu haben. Daß die honduranische Regierung um Präsident Porfirio Lobo von den meisten Staaten Lateinamerikas wegen ihrer Verwicklung in den Militärputsch gegen Manuel Zelaya im Juni 2009 nicht anerkannt wird, scheint das Ministerium dabei nicht zu stören. Laut Pressemitteilung brachte Staatsminister Hans-Jürgen Beerfeltz bei seinem Besuch in der Hauptstadt Tegucigalpa den Staatsstreich nicht einmal direkt zur Sprache. Statt dessen lobte er »den erfolgreichen Abschluß der Regierungsverhandlungen« als ein »nationales und internationales Signal, die Reformbemühungen von Präsident Lobo Sosa in Honduras zu unterstützen«. Lobo wurde im November 2009 in nachweislich nicht demokratisch legitimierten Abstimmungen zum Präsidenten gewählt.

Die Bewerbungsunterstützung kommt die Bundesregierung teuer zu stehen: Beerfeltz sagte Honduras neue Mittel in Höhe von 30 Millionen Euro für die nächsten zwei Jahre zu. Durch Reprogrammierung bereits bestehender Zahlungen fließt außerdem demnächst Entwicklungshilfe in Höhe von insgesamt 47 Millionen Euro an die Putschregierung. (jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 27.01.2011, Seite 16, Sport

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