Zum Inhalt der Seite

Zweifel an Vertrag mit ACS

Mainz. Die von der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt mit dem spanischen Konzern ACS abgeschlossene Vereinbarung zur Sicherung von Arbeitsplätzen nach einer Übernahme der Baufirma Hochtief ist nach Einschätzung von Juristen praktisch wertlos. Das ARD-Politikmagazin »Report Mainz« zitierte am Montag unter anderem den Wirtschaftsrechtler Uwe Schneider von der TU Darmstadt mit den Worten: »Ich habe mir den Vertrag angesehen, der ist so viel wert wie die Niete in der Lotterie, nämlich gar nichts.« Die IG BAU hatte im Dezember vergangenen Jahres ohne Wissen des Konzernbetriebsrates eine Vereinbarung mit ACS über die künftige Zusammenarbeit nach einer Übernahme abgeschlossen. Ein vom Betriebsrat verlangter Ausschluß derartiger Kündigungen läßt sich daraus nach Einschätzung von Juristen nicht ableiten.

(dapd/jW)
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 25.01.2011, Seite 4, Inland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!